Fotografie
Die Anfänge
In der Schule hatte ich während der 9. Klasse das Wahlpflichtfach "Fotografie" besucht und dort die Grundlagen der Fotografie gelernt. Vom Zusammenspiel zwischen Blende, Verschlusszeit und ISO bis hin zur Entwicklung von Filmen und Bildern in der Dunkelkammer.
Danach hatte ich lange Zeit nichts mehr aktiv gemacht, da ich als Schüler in der 9./10.Klasse leider keine entsprechende Fotoausrüstung leisten konnte.
Die erste Digicam
Im Jahre 1999 habe ich mir eine kleine Digicam zugelegt. Die Olympus C-990 Zoom, eine 2-Megapixel-Kamera. Damals noch recht teuer und klobig, war sie fortan mein Begleiter bei vielen Anlässen. Die Bilder der Kamera waren für die Klasse sehr gut, aber es war halt keine Profikamera, sondern nur eine Kompaktkamera. Ein paar Dinge konnte man einstellen, aber die meisten Dinge wurden von der Automatik übernommen.
Im Lauf der Zeit wurden die Kameras immer kleiner, billiger und boten höhere Auflösung, aber ich mußte oft feststellen, daß meine Kamera trotzdem nicht zum alten Eisen gehört, da sie bessere Bilder als eine billige 5-Megapixel-Kamera lieferte. Ich hatte in der Zeit viele Kamera in der Hand zum Vergleichen und stellte beim Endresultat fest, daß bei Blitzlichtaufnahmen viele Kameras nicht an die Ausleuchtung meiner Kamera rankamen. Außerdem bedeutete damals eine höhere Megapixel-Zahl auch verrauschtere Bilder.
Etwas neues muss her

- Fuji Finepix S5600
Nach 7 Jahren, im Jahre 2006 legte ich mir dann eine neue Kamera zu. Diesmal wurde es keine Kompaktkamera mehr, sondern eine Klasse besser. Es wurde eine Fuji Finepix S5600, eine 5-Megapixel-Superzoom-Kamera mit einem 10-fachen optischen Zoom. Im Gegensatz zu einer Kompaktkamera kann man hier auch viele Einstellungen, wie Belichtungszeit, Blende, Focus, etc. manuell vornehmen. Sie ist keine Digitale Spiegelreflex-Kamera (DSLR), aber durch die Einstellmöglichkeiten und z.B. die Möglichkeit am Objektiv Filter aufzuschrauben, da ein Standard-Gewinde vorhanden ist, kommt man schon recht gut an das Feeling dran. Lediglich das feste Objektiv, was man nicht wechseln kann, die Einstellungen nicht am Objektiv selber vornimmt, sondern per OSD und den fehlenden optischen Sucher mit Spiegelkonstruktion unterscheidet die Kamera in den Grundzügen von einer Spiegelreflexkamera.
Die Anfänge mit der digitalen SLR...
Nachdem ich mit meiner S5600 etliche Bilder gemacht habe, bin ich doch an gewisse Grenzen gestoßen. Was z.B. sehr ärgerlich war, war der geringe Blendenbereich von f.3.2-8. Als ich dann im Herbst 2007 ein günstiges Angebot für eine Canon EOS 400D mit dem Kitobjektiv (EF-S 18-55mm/f3.5-5.6) bekam, habe ich zugeschlagen.
Die EOS400D ist eine gute Einstiegskamera in die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras. Die S5600 habe ich mittlerweile wieder verkauft. Wer einmal mit einer DSLR gearbeitet hat, möchte für gute Fotos keine andere mehr verwenden. Gerade bei dem Megapixelwahn, der zu Zeit herrscht, ist es fast unmöglich eine gute Kompaktkamera zu finden, die halbwegs gute Bilder macht, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind. Wenn ich da an meine alte Olympus denke, konnt ich damals schon feststellen, daß die bei dunkleren Umgebungen viel besser Bilder machte, als damals aktuelle Kameras mit der 2 oder 3-fachen Megapixelanzahl. Bei den heutigen Kompaktkameras sieht es nicht wirklich besser aus. Sie werden zwar immer kleiner und das ist ihr Problem. Kleinere Kamera, kleinere Linsen, kleinere Sensoren und mehr Megapixel. Und wer glaubt, er bekommt bei einer Kompaktkamera für ca. 100 Euro eine bessere Optik, als bei einem 500 Euro und mehr teueren Objektiv für eine DSLR, der wird enttäuscht werden. Die Bilder, die ich heute bei aktuellen Kompaktkameras sehe, sind deutlich schlechter als die von meiner alten Olympus.
Sicher kann man argumentieren, daß man kleine Kompaktkameras immer dabei haben kann, während DSLR eher sperrig und schwer sind. Kompaktkameras haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, allerdings sollte man sich nicht durch die Werbung blenden lassen. 5-6 Megapixel sind mehr als ausreichend für die schnellen Bilder zwischendurch. Ich würde mir lieber ein teureres älteres Modell zulegen mit 5-6 MP, als eine billige mit 10 MP und mehr.
Wer aber wirklich anspruchsvolle Bilder machen will, wird nicht um eine DSLR rumkommen. Spätestens wenn man merkt, welche Möglichkeiten man durch die Objektivwechsel hat. Mittlerweile besitze ich 3 Objektive
- Canon EF 50mm/f1.8 (Festbrennweite) ideal für Portraitaufnahmen
- Tamron 17-50mm/f2.8 SP XR Di II LD IF (Normal-Zoom) mein lichtstarkes "Foto-Objektiv". Hab es früher als "Immer-drauf" benutzt, bevor ich das 15-85mm hatte
- Canon EF-S 15-85mm/f3.5-5.6 IS USM (Normal-Zoom) mein neues "Immer-drauf"-Objektiv, was grade bei Videos durch den manuellen Eingriff beim AF sehr praktisch ist
- Canon 70-300/f4.0-5.6 IS USM (Tele-Zoom)
Als Blitz kam anfangs ein Metz 36 AF-4C zum Einsatz. Nach gut 2 Jahren habe ich mir dann einen Canon Speedlite 580 EX II geleistet, da man mit diesem doch mehr Möglichkeiten hat, wie z.B. indirektes Blitzen bei Hochformat-Bildern oder drahtloses Auslösen.